„Feuer aus!“ für die Braunkohle im Heizkraftwerk Merkenich
Nach genau 35 Jahren hieß es in der Nacht auf den 1. April im Heizkraftwerk Köln-Merkenich der Rhein-Energie „Feuer aus!“ für eine Anlage, die seit März 1990 Prozessdampf für die Industrie sowie Fernwärme und Strom für die Bevölkerung geliefert hat. Der Wirbelschichtkessel am Standort, in dem Braunkohlegranulat als Brennstoff zum Einsatz kam, wurde endgültig abgeschaltet. Mit dieser Stilllegung der Anlage ist die Ära der Energieerzeugung auf Basis heimischer Braunkohle in Köln beendet.
„Der Braunkohlenkessel war vor 35 Jahren aus damaliger Sicht modernster Umweltschutz in der Energieerzeugung. Heute ist er veraltete Technik, er hat in der Zwischenzeit trotzdem positive Wirkung durch eine sichere Wärme- und Dampfversorgung und den Ersatz noch älterer, ineffizienter Anlagen entfaltet“, sagte der RheinEnergie-Vorstandsvorsitzende Andreas Feicht bei der Abschaltung der Anlage. „Jetzt hat er seine Schuldigkeit getan, es ist Zeit für Neues, und deswegen schalten wir ihn endgül-tig ab. Wir bei der RheinEnergie befinden uns in einer fortwährenden Transformation. Nach dem Motto: ‚Morgen wird heute gemacht.‘ denken wir immer an die Zukunft. Auch am Standort Merkenich, wo wir Platz schaffen für die Technik von morgen, wie etwa Großwärmepumpen.“
Der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer drückte im März 1990 den Startknopf für die Kesselanlage, die seinerzeit als eine der modernsten Europas und als Modellfall für den Umweltschutz galt. Aufgrund einer besonderen Verbrennungstechnik vermied man das Entstehen von Stickoxiden; ebenso waren die Emissionswerte für Staub und Schwefeldioxid äußerst niedrig. Treibhausgase wie Kohlendioxid spielten in der Betrachtung damals noch keine Rolle. Die Verwendung eines heimischen Brennstoffs aus dem benachbarten rheinischen Braunkohlenrevier und der Einsatz von Kraftwerks-technik eines Unternehmens aus Gummersbach waren Beispiel für eine gelungene regionale Kooperation.
Zunehmend geriet die energetische Nutzung der Braunkohle in die Kritik. So verursachte die Kesselanlage in Merkenich im Jahr 2024 noch Treibhausgasemissionen von knapp unter 300.000 Tonnen. Diese entfallen jetzt auf Dauer.
Den Prozessdampf für die benachbarte Industrie und Fernwärme für die Wohngebäude im Kölner Norden und Westen (Bocklemünd) sowie Strom fürs öffentliche Netz erzeugt künftig unter anderem eine Gas-und-Dampfturbinen-Anlage (GuD) auf Basis von Erdgas. Diese existiert bereits seit dem Jahr 2000 auf dem Kraftwerksgelände und wird aktuell grundlegend mit der Zielsetzung einer höheren Effizienz modernisiert. Die modernisierte GuD-Anlage ist so vorbereitet, dass sie in Zukunft auch auf Wasserstoffbetrieb umgestellt werden kann. Außerdem soll am Standort Merkenich ab 2029 eine Klärschlammverbrennungsanlage klimaneutral Energie liefern.
Zudem prüft die RheinEnergie, ob sich auch am Standort Merkenich eine Großwärmepumpe errichten lässt.
RheinEnergie und Köln Bonn Airport feiern Spatenstich für nachhaltiges Holzheizwerk
Kölns Oberbürgermeisterin Reker lobt lokale Wertschöpfungskette
Mit dem heutigen Spatenstich für das gemeinsame Holzheizwerk setzen die RheinEnergie AG und der Köln Bonn Airport ihre Aktivitäten zum Klimaschutz fort: Auf dem Flughafengelände entsteht ein Holzheizwerk, das die CO2-Emissionen jährlich um 2.700 Tonnen senkt und den Flughafen so mit klimaschonend hergestellter Wärme versorgt. Der nachwachsende Brennstoff wird lokal durch die Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH (AVG Köln) zugeliefert. Die Anlage soll im Winter 2025/2026 fertiggestellt werden und dann eine Wärmeleistung von 2,5 Megawatt (MW) erreichen.
„Wir sind stolz darauf, mit dem Bau des innovativen Holzheizwerks einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und die nachhaltige Entwicklung unseres Flughafens voranzutreiben“, betont
Thilo Schmid
, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. „Die Nutzung erneuerbarer Rohstoffe wie Holz sichert nicht nur eine stabile Energiequelle, sondern reduziert auch unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und trägt maßgeblich zur Verringerung der CO2-Emissionen bei.“
„Die Errichtung dieses neuen Holzheizwerks markiert einen bedeutenden Schritt hin zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energieversorgung“, sagt
Andreas Feicht
, Vorstandvorsitzender der RheinEnergie. „Wir freuen uns, dieses Leuchtturmprojekt gemeinsam mit dem Flughafen Köln/Bonn und der AVG Köln partnerschaftlich und effizient umsetzen zu können.“
„Das Holzheizwerk ist ein Paradebeispiel dafür, wie es gelingt, Kompetenzen im gesamten Konzern Stadt Köln zu nutzen und damit die Dekarbonisierung in Köln vernetzt zu denken. Städtische Beteiligungen übernehmen hier am Flughafen gemeinsam Verantwortung für die Energiewende – und helfen damit, Kölns Standortstärke als Verkehrsdrehkreuz mit unserem Streben nach Klimaneutralität zusammenzubringen“, sagt Kölns Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
.
AVG Köln liefert lokale, nachwachsende Rohstoffe
Für das Holzheizwerk setzen die RheinEnergie und der Flughafen Köln/Bonn auf die nachhaltige und klimaschonende Nutzung des Brennstoffes Holz. Sie verwenden Grünschnitt von Flughafen-eigenen Flächen und lokale, nachwachsende Rohstoffe wie Landschaftspflegematerial, das die AVG Ressourcen, eine Tochtergesellschaft der AVG Köln, aufbereitet und zur Verfügung stellt.
„Wir übernehmen für das Projekt den kompletten Stoffstrom. Wir sorgen für den ausreichenden Input wie auch für die Entsorgung der verbleibenden Aschen“, erklärt AVG-Geschäftsführer
Andreas Freund
. „Wir freuen uns, dass wir mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz direkt aus unserer Stadt einen weiteren Stoffkreislauf schließen können. Hierzu tragen auch die sehr kurzen Transportwege bei.“
Planung und Bau der Anlage im Contracting-Modell
Als Energiedienstleister stellt die RheinEnergie bereits seit vielen Jahren die Gas-, Strom-, Kälte- und Wärmeversorgung des Köln Bonn Airport zuverlässig sicher – gemeinsam betreiben die Partner bereits verschiedene Anlagen auf dem Flughafengelände. Das neue Holzheizwerk wird nun ebenfalls im Rahmen eines Contractings durch das Team von „RheinEnergie – next energy solutions“ errichtet. „Gemeinsam arbeiten wir fortwährend an Lösungen, den Flughafen klimaneutral, effizient und sicher mit Energie zu versorgen. Jetzt haben wir einen weiteren Meilenstein auf diesem Weg erreicht“, sagt
Stephan Segbers
, Vertriebsvorstand der RheinEnergie.
Der Flughafen kann die produzierte Wärme im Winter zum Heizen verwenden – bis zu einem Drittel des gesamten Wärmebedarfs am Flughafen werden mit dem Holzheizwerk gedeckt. Im Sommer kann überschüssige Wärme in Kälte umgewandelt werden.
Fördermittel des Bundes für die energieeffiziente Anlage
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert die Installation des Holzheizwerks aus Mitteln des Klima- und Transformationsfonds (KTF). Das für die Abwicklung zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) betont den wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: „Das Holzheizwerk am Flughafen Köln/Bonn ist ein gutes Beispiel dafür, wie Industrie- und Versorgungsunternehmen mit innovativen Lösungen zur Nachhaltigkeit der Wärmeversorgung beitragen. Ich freue mich sehr, dass wir dieses Projekt mit Bundesmitteln unterstützen und so den Einsatz von fossilen Brennstoffen vermeiden können“, sagt BAFA-Präsidentin
Dr. Mandy Pastohr
.
Prost – Kölner Wasserspender laufen wieder
Pünktlich zum Frühling sind die öffentlichen Trinkwasserspender in Köln wieder in Betrieb. Im Auftrag für die Stadt Köln hat die RheinEnergie die Brunnen nach der Winterpause gewartet, beprobt und wieder aufgestellt. Jetzt stehen sie Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen der Stadt wieder zur Verfügung. Die 15 Trinkwasserspender stehen über alle Stadtbezirke verteilt an stark frequentierten Plätzen und Grünanlagen. Mit dem kostenlosen frischen Trinkwasser leistet die Stadt Köln zusammen mit der RheinEnergie einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung, denn die Brunnen tragen dazu bei, Plastikmüll durch Einwegflaschen zu reduzieren.
Üblicherweise nimmt die RheinEnergie die Wasserspender zum ersten April in Betrieb. „In diesem Jahr sind wir mit den Vorbereitungen etwas früher fertig geworden“, sagt Dr. Carsten Schmidt, Chef der Wassersparte bei der RheinEnergie. Besonders wichtig sei die Beprobung nach der Reinstallation: „Ebenso wie bei der Versorgung der Haushalte wollen und müssen wir auch bei den öffentlichen Brunnen sicherstellen, dass unser Trinkwasser hygienisch einwandfrei ist.“
Darum sind die öffentlichen Trinkwasserspender in Köln auch als „Dauerläufer“ konzipiert: „Durch den konstanten Wasserstrom können wir ohne aufwendige Technik verhindern, dass die Spender verkeimen“, sagt Dr. Carsten Schmidt. Außerdem sei das Wasser dadurch stets frisch und kühl.
Weitere Informationen und eine Übersicht über die Standorte der Trinkwasserspender finden Sie im RheinEnergieBlog unter: rheinenergie.com/trinkbrunnen.
SMA Altenso und RheinEnergie entwickeln gemeinsam Batteriespeicher-Projekte
Der Markt für Batteriespeichersysteme wächst rasant. Experten prognostizieren für Deutschland bis 2026 eine installierte Speicherkapazität von bis zu 8,6 Gigawattstunden (GWh). Um sich in diesem Segment zu positionieren und die Speicherinfrastruktur schnell auszubauen bündeln die RheinEnergie und SMA Altenso ihre Kräfte. In einer strategischen Partnerschaft wollen der Kölner Energieversorger und -dienstleister und der internationale Systemintegrator aus Kassel/Niestetal Projekte mit einer Gesamtleistung von mehreren Hundert Megawatt (MW) realisieren. Erstes gemeinsames Projekt ist ein Batteriegroßspeicher (Battery Energy Storage Systems, BESS) mit einer nutzbaren Kapazität von 64 MWh und 24,5 MW Leistung, der in den kommenden Monaten in Einbeck, Niedersachsen, entsteht.
"Als ganzheitlicher Lösungsanbieter mit Fokus auf der Integration komplexer Energiesysteme haben wir weltweit bereits erfolgreich Systemlösungen für BESS-Projekte mit einer Gesamtleistung von über 1,5 GW realisiert", sagt Burkhard Söhngen, Geschäftsführer von Altenso. "Mit der RheinEnergie haben wir nun einen erfahrenen Partner an unserer Seite, mit dem wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur erneuerbaren Energieversorgung in Deutschland leisten. Ich bin überzeugt, dass die bewährte Technologie von SMA den Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung fördert, indem sie erneuerbare Energien effizient ins Stromnetz integriert und zur Stabilität des Systems beiträgt."
"Die Stromvermarktung aus Batteriespeichern eröffnet uns ein neues Geschäftsfeld, das in Zukunft rasant wachsen wird. Seit Sommer 2024 betreiben wir bereits sehr erfolgreich einen Batteriespeicher an unserem bislang größten Solarpark in den Gemeinden Lärz und Rechlin in Mecklenburg-Vorpommern. Dieses Engagement bauen wir nun weiter aus. Durch die frühzeitige Marktpräsenz in diesem Geschäftsfeld werden wir uns wichtige Wettbewerbsvorteile sichern. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit SMA Altenso, einem international führenden Systemintegrator mit umfangreicher Projekterfahrung und Expertise im Bereich erneuerbarer Energien", sagt der Vertriebsvorstand der RheinEnergie, Stephan Segbers.
Batteriebewirtschaftung durch die RheinEnergie Trading
Kernbestandteil der Kooperation zwischen Altenso und der RheinEnergie ist die gemeinsame deutschlandweite Entwicklung und Realisierung von BESS-Projekten – sowohl in Kombination mit bestehenden oder neu geplanten Windparks oder Photovoltaikanlagen (Co-Location) als auch eigenständig in der Nähe von Umspannwerken. Um eine effiziente Zusammenarbeit und eine skalierbare Umsetzung zu gewährleisten, haben die Partner eine klare Rollenverteilung für die Projektentwicklung, Umsetzung und den Betrieb festgelegt, die flexibel auf weitere Projekte übertragen werden kann. Altenso, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der SMA Solar Technology AG (SMA), ist als Technologiepartner und ganzheitlicher Lösungsanbieter im Bereich erneuerbarer Energien für die Entwicklung, den Bau und die Wartung der Batteriegroßspeicher verantwortlich. Die Handelstochter der RheinEnergie, die RheinEnergie Trading, wird die Bewirtschaftung der Batteriespeichersysteme übernehmen.
Baustart des ersten Projekts in Niedersachsen erfolgt
Das erste gemeinsame BESS-Projekt entsteht in den kommenden Monaten auf einer 3.000 Quadratmeter großen Fläche im Gewebegebiet der Gemeinde Einbeck, im Kreis Northeim, in Niedersachsen. Der Bau des Batteriegroßspeichers mit einer nutzbaren Kapazität von 64 MWh und 24,5 MW Leistung hat bereits begonnen, die Fertigstellung ist für Anfang 2026 geplant.
Vorbereitende Arbeiten für die Inbetriebsetzung einer GuD-Anlage
In den vergangenen Monaten hat die RheinEnergie die Gas- und Dampfturbinen-Anlage (GuD) am Heizkraftwerk Merkenich umfassend modernisiert. Bevor die modernisierte Anlage in Betrieb gesetzt werden kann, müssen die im Kessel verbauten Rohre von innen mit Wasserdampf gereinigt werden.
Die Arbeiten beginnen am Montag, 24. März 2025, und dauern voraussichtlich mehrere Wochen. Sie finden an Werktagen (Montag bis Samstag) während der üblichen Tageszeiten statt. Es kommt zum Austritt von Dampf auf dem Kraftwerksgelände, der auch staubförmige Rostpartikel enthalten kann. Der Dampf und Staub sind ungefährlich. Trotz eingebauter Schalldämpfer kann es in dieser Zeit zu Lärmentwicklung in der unmittelbaren Nähe des Heizkraftwerks kommen.
Die Arbeiten sind mit den lokalen Behörden abgestimmt.
RheinEnergie und MAN Energy Solutions unterschreiben Liefervertrag für Flusswasser-Wärmepumpe
Schritt für Schritt geht es weiter für Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe am Erzeugungsstandort Köln-Niehl der RheinEnergie. Heute unterschrieben Dr. Uwe Lauber, Vorsitzender des Vorstands von MAN Energy Solutions, und Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie, am Standort den Liefervertrag für das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 280 Millionen Euro.
„Wir setzen auf die Technik der Wärmepumpe, weil sie erprobt, bewährt, zuverlässig und äußerst effizient ist“, sagte Andreas Feicht bei der Vertragsunterzeichnung. „Schon für sich genommen wäre die Anlage beispielgebend, was die Erschließung der schlummernden Energiepotentiale der großen Flüsse in Deutschland betrifft. Durch die Standortwahl und die Kombinationsmöglichkeit mit Anlagen auf Basis der Gas-und-Dampfturbinentechnik schaffen wir für das Zentrum Kölns ein Energiesystem der Zukunft, das Nachhaltigkeit und Klimaschutz mit Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit in Einklang bringt. Denn die unterschiedlichen Systeme und Energieträger ergänzen einander ideal.“
Die RheinEnergie leistet mit ihrer Investition, an der sich mit 100 Millionen Euro der Bund und die Europäische Union beteiligen, einen großen Beitrag zur Dekarbonisierung des größten Fernwärmenetzes in Köln. Dieses umfasst den gesamten Stadtbezirk Innenstadt inklusive des rechtsrheinischen Stadtteils Deutz und ist von hochverdichtetem Geschosswohnungsbau geprägt. Feicht weiter: „Wir dekarbonisieren an der Quelle der Wärme und damit auf einen Schlag das gesamte dahinterliegende System. Insbesondere für Mieterinnen und Mieter stellt dies eine große Entlastung dar, denn deren Möglichkeiten, selbst in Sachen Klimaschutz tätig zu werden, sind begrenzt. Wir nehmen ihnen diese Aufgabe weitgehend ab.“
Wasser des Rheins dient als Wärmequelle
Mit einer Wärmeleistung von 150 MW wird das Wärmepumpensystem die größte Flusswasser-Wärmepumpe Europas sein und rund 50.000 Haushalte in Köln mit klimaneutraler Fernwärme versorgen. Die Wärmepumpenlösung von MAN Energy Solutions nutzt Wasser des Rheins als Energiequelle und arbeitet mit natürlichem Kältemittel in einem geschlossenen Kreislauf. Angetrieben von Strom, wird die Wärmepumpe die thermische Energie des Flusswassers nutzen, um das Wasser des Fernwärmesystems auf bis zu 110°C zu erhitzen und so die Anforderungen des Kölner Netzes zu erfüllen.
„Der Wärmemarkt in Deutschland ist ein schlafender Riese. Schätzungen zufolge lassen sich allein 39 Millionen Tonnen CO2 durch die Dekarbonisierung der Fernwärme einsparen“, sagte Uwe Lauber. „Daher ist es umso wichtiger, dass es in Deutschland mutige Pioniere wie die RheinEnergie gibt, die vorangehen und handeln. Die Kölner Wärmepumpe ist ein Leuchtturmprojekt für ganz Deutschland und zeigt eindrucksvoll, welchen Beitrag diese Technologie zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung leisten kann. Ein Beispiel, dem hoffentlich bald viele weitere Städte in Deutschland folgen werden.“
Derzeit laufen bereits die Vorbereitungsarbeiten auf dem Baufeld der Anlage direkt neben dem Hafenbecken des Niehler Hafens. Dort wird auch das Rheinwasser entnommen, das der Anlage als Umweltenergiequelle dient. Parallel arbeiten die Experten der RheinEnergie und von MAN Energy Solutions mit Hochdruck an der Vorbereitung der Genehmigungsunterlagen. Nach aktuellem Stand der Planung soll die Anlage voraussichtlich Ende 2027 erstmals in Betrieb gehen.
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RheinEnergie optimiert mit Künstlicher Intelligenz die Wärmeversorgung
Erfolgreiches Pilotprojekt wird auf 120 weitere Anlagen ausgeweitet
Mit der optimalen Regelung von Heizwerken lassen sich Energie und CO2-Emissionen einsparen. Die RheinEnergie setzt dabei nun vermehrt auf Künstliche Intelligenz (KI). Das Team von
RheinEnergie – next energy solutions
stattet nach einem erfolgreichen Pilotprojekt mit acht Wärmeerzeugungsanlagen nun bundesweit 120 weitere Anlagen mit der smarten Technik aus.
Bereits in der Heizperiode 2023/2024 startete die RheinEnergie das Pilotprojekt mit Forschenden des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern. Mit Erfolg: Im Schnitt wurden in den acht Pilotanlagen rund zehn Prozent Primärenergie eingespart – bei gleichbleibendem Komfort für die Kundinnen und Kunden. Im März 2025 beginnt die RheinEnergie damit, die erfolgreiche Lösung in weiteren Anlagen zu implementieren.
„Künstliche Intelligenz ist schon jetzt ein wichtiger Baustein für uns, um die Energie- und vor allem die Wärmewende erfolgreich zu bewältigen“, sagt Emil Issagholian, Bereichsleiter Energiedienstleistungen und Fernwärme bei der RheinEnergie. „KI-gestützte Technologien helfen uns, den Energiebedarf vorausschauend zu planen und optimal zu steuern – und so unseren Kundinnen und Kunden eine effiziente, emissionsarme und kostensparende Energieversorgung anbieten zu können.“
Digitaler Zwilling optimiert Prozesse dank Künstlicher Intelligenz
Die intelligente Vernetzung und Echtzeit-Analyse von Daten optimiert nicht nur die Energieerzeugung, sondern auch deren Verteilung. Mit KI-basierten Lösungen kann die RheinEnergie Betriebs- und Energiekosten senken, CO₂-Emissionen verringern und gleichzeitig erneuerbare Energien nahtlos in das Wärmenetz integrieren.
Das Besondere: Die Technik passt sich flexibel den individuellen Bedürfnissen an, sodass Kundinnen und Kunden maßgeschneiderte Lösungen für maximalen Komfort bei minimalem Energieverbrauch erhalten. Ein entscheidendes Instrument in diesem Prozess ist der sogenannte Digitale Zwilling. Durch die Simulation des Heizwerks anhand historischer Daten und ortsspezifischer Gegebenheiten identifiziert die KI Optimierungspotenziale und setzt diese präzise um – von der Steuerung der Heizkessel bis zur Anpassung von Pumpen und Ventilen. „Damit leistet die RheinEnergie einen messbaren Beitrag zur Energieeinsparung und macht einen wichtigen Schritt in Richtung einer klimafreundlichen Zukunft“, erklärt Issagholian.
Ausbau der Windkraft – RheinEnergie erhält Genehmigung für zwei Windenergieanlagen
Die RheinEnergie hat die Genehmigung für den Bau von zwei Windenergieanlagen in den Gemeinden Wahrenholz und Wesendorf im Landkreis Gifhorn, Niedersachsen, erhalten. Damit hat der Landkreis Gifhorn als Genehmigungsbehörde Baurecht für das Projekt geschaffen. Die Anlagen haben eine Gesamthöhe von 200 Metern und eine Leistung von jeweils 6,2 Megawatt.
Pionierprojekt für die RheinEnergie
Das Besondere an diesem Projekt: Es ist das erste Windenergievorhaben, das von der RheinEnergie vollständig von der Entwicklung bis zur Genehmigung eigenständig umgesetzt wurde. Der Startschuss für das Genehmigungsverfahren fiel im Sommer 2020, und die jetzt erteilte Genehmigung markiert den erfolgreichen Abschluss der Planungsphase.
Wichtiger Schritt für die Energiewende
"Neben dem Ausbau der Solarenergie ist der Ausbau der Windkraft ein zentrales Standbein unserer Klimaschutz-Strategie. Besonders freue ich mich darüber, dass wir dieses Projekt bis zur Genehmigungsreife selbst entwickelt haben. Das ist angesichts der komplexen Verfahren keine Selbstverständlichkeit und unterstreicht die Erfahrung des RheinEnergie-Teams", erklärt Ulrich Bemmann, Leiter Erneuerbare Energien bei der RheinEnergie.
Nächster Schritt: Ausschreibung nach dem EEG
Im weiteren Verlauf wird das Projekt an der Ausschreibung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) teilnehmen. Mit einer Gesamtnennleistung von 12,4 Megawatt werden die Windenergieanlagen nach ihrer voraussichtlich bis Ende 2027 erfolgenden Inbetriebnahme jährlich genug Strom erzeugen, um über 8000 Haushalte klimafreundlich zu versorgen.